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Begleitung auf Augenhöhe
von Mensch zu Mensch
Seit über 20 Jahren begleite ich Menschen durch herausfordernde Abschnitte ihres Lebensweges. Auch mein eigener Weg hat mich mit einigem ‚Schwerverdaulichen‘ konfrontiert.
Heute führe ich meine eigene Praxis in Wettenberg.
Was ich dabei immer wieder als besonder berührend erlebt habe:
Auch in sehr belastenden Zeiten können Zuversicht, Lebendigkeit und der Zugang zu den eigenen Kräften zwar weit entfernt erscheinen, dennoch darf in der therapeutischen Begleitung Raum entstehen, das eigene Erleben wieder bewusster wahrzunehmen um vorhandene Ressourcen neu zu entdecken, die nie verloren waren. Werden diese Kräfte wieder erkannt, kann sich vieles wieder in Bewegung setzen.
Darin begleite ich Dich von Herzen gerne, denn das Schönste an meinem Beruf ist für mich, wenn ein Mensch wieder in seiner eigenen Stabilität angelangt ist.
Lass uns gemeinsam eine Reise beginnen...
Ein Überblick über meine therapeutische Arbeit
NI – Neurosystemische Integration®
Eine traumasensible und gegenwartsbezogene Begleitung, die Dein inneres Erleben, Beziehungsmuster und körperliche Signale gemeinsam betrachtet.
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Traumasensibles Yoga ‒ TSY
Traumasensibles Yoga verbindet achtsame Bewegung mit feiner Körperwahrnehmung und bewusster Wahlfreiheit. Nicht die perfekte Haltung zählt, sondern Dein Erleben im eigenen Körper.
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Von "Kopf über Herz bis Fuß" ‒ alles wird im Gesamtbild betrachtet
Alle Therapieverfahren auf einen "Klick"
NI – Neurosystemische Integration®
Was ist NI – Neurosystemische Integration® ?
NI – Neurosystemische Integration® ist in meiner Praxis ein traumasensibel ausgerichtetes Denk- und Arbeitsmodell. Es verbindet Perspektiven aus Neurobiologie, der Polyvagaltheorie n. Dr. Stephen Porges, systemischer Therapie und Psychotraumatologie und richtet den Blick auf das Zusammenspiel von innerem Erleben, Beziehungskontexten und dem Nervensystem. Dabei steht nicht ein einzelnes Krankheitsbild im Vordergrund, sondern die sorgfältige gemeinsame Orientierung an dem, was sich beispielsweise als Folge belastender oder traumabezogener Erfahrungen im Hier und Jetzt zeigt: in Empfindungen, Reaktionsmustern, inneren Anteilen und wiederkehrenden Mustern im Alltag.
Wie läuft die Begleitung ab?
Zu Beginn klären wir gemeinsam Dein Anliegen, den Rahmen der Begleitung entsprechend Deiner aktuellen Belastbarkeit und gehen ressourcenorientiert und stabilisierend vor. Im weiteren Verlauf arbeite ich mit Gesprächstherapie, gemeinsamer Reflexion, Wahrnehmungsübungen sowie – je nach Situation – mit Elementen aus der Ego-State-Arbeit (auch Anteile-Arbeit), hypnosystemischen Interventionen und körperbezogenen Formen der Wahrnehmung und Orientierung. Ich erläutere Dir transparent, was ich individuell vorschlage und warum ich es in diesem Zusammenhang für passend halte. Jeder Schritt geschieht in einem klaren, wertschätzenden Rahmen und stets in Abstimmung mit Dir.
Wie kann diese Begleitung erlebt werden?
Viele Menschen erleben diese Form der Begleitung zunächst als ein behutsames Ordnen dessen, was innerlich schwer greifbar und oft kaum mehr tragbar geworden ist. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Beobachten und Erkunden: Wie zeigt sich Anspannung bei mir? Woran nehme ich einen inneren Wechsel wahr? Welche Anteile melden sich? Welche Situationen, Beziehungen oder Auslöser spielen in meinem Alltag immer wieder eine Rolle? Gemeinsam suchen wir Worte für diese Wahrnehmungen und betrachten, wie sie miteinander in Zusammenhang stehen könnten.
Einordnung der Methode aus wissenschaftlicher Sicht
NI – Neurosystemische Integration® ist eine Neuland- bzw. Außenseitermethode. Sie ist wissenschaftlich bislang nicht vollständig abgesichert. Für die Behandlung einer Posttraumatischen Belastungsstörung empfehlen Leitlinien in erster Linie traumafokussierte psychotherapeutische Verfahren; NI gehört nach meinem derzeitigen Kenntnisstand nicht zu diesen leitliniengestützten Standardverfahren.
Wichtiger Hinweis
Diese Arbeitsweise ersetzt keine ärztliche oder psychiatrische Behandlung. Bei akuten psychiatrischen Krisen, schweren psychotischen Zuständen oder akuter Eigen- oder Fremdgefährdung ist eine ärztliche oder psychiatrische Abklärung erforderlich.
Kritische Stimmen weisen darauf hin, dass NI – Neurosystemische Integration® als eigenständiges Verfahren bislang nicht zu den leitliniengestützten Standardverfahren der PTBS-Behandlung gehört. Für die Behandlung einer Posttraumatischen Belastungsstörung empfehlen Leitlinien andere traumafokussierte psychotherapeutische Verfahren. Auch einzelne theoretische Bezugsrahmen, auf die sich der Ansatz stützt, wie beispielsweise die Polyvagaltheorie, werden in der Fachwelt teilweise kontrovers diskutiert
Warum ich mich für NI entschieden habe
Ich habe NI – Neurosystemische Integration® in meine Arbeitsweise aufgenommen, weil diese Form des Begleitens aus meiner Sicht durch einen behutsamen und gegenwartsbezogenen Umgang mit traumabezogenen Belastungen und belastenden, traumanahen Erfahrungen geprägt ist und meiner Art zu begleiten besonders entspricht. Es geht hierbei nicht darum, Vergangenes vorschnell freizulegen oder herauszudrängen, sondern gemeinsam wahrzunehmen, was sich jetzt gerade von selbst zeigt: in inneren Zuständen, wiederkehrenden Reaktionen und Emotionen, Verhaltensweisen sowie in Beziehungen und körperlichen Signalen.
Ich schätze an diesem Ansatz besonders, dass belastende Inhalte nicht vorschnell in den Vordergrund gerückt werden müssen. Stattdessen kannst Du Dein Erleben Schritt für Schritt erkunden, besser einordnen und allmählich mehr Sprache für das entwickeln, was in Dir geschieht.
Bedeutsam ist für mich außerdem, dass dabei nicht nur Gedanken und Gefühle betrachtet werden, sondern auch der Körper einbezogen wird. Denn vieles von dem, was Dich prägt, zeigt sich nicht nur in Worten, sondern auch in Spannung, Atem, Haltung und feinen körperlichen Reaktionen.
Die Verbindung von Wahrnehmung, Reflexion und körperbezogener Orientierung entspricht deshalb meiner Art zu begleiten in besonderer Weise.
Die einzelnen Methodenbausteine der NI – Neurosystemischen Integration®
Neurobiologie / Polyvagal-Perspektive
Ich nutze Grundlagenwissen über Nervensystem, Stressreaktionen und Zustandswechsel als Orientierungsrahmenfür die gemeinsame Einordnung Deines Erlebens und Deiner Reaktionsmuster.
Systemische Perspektive
Die systemische Sichtweise bezieht Beziehungen, Herkunftskontexte und soziale Zusammenhänge in die Betrachtung mit ein.
Ego-State-Arbeit
In der Anteile-Arbeit richten wir Aufmerksamkeit auf unterschiedliche innere Anteile, ihre Sichtweisen, Bedürfnisse und Schutzlogiken.
Hypnosystemik
Hypnosystemische Interventionen arbeiten mit inneren Bildern, Sprache, Imagination und gelenkter Aufmerksamkeit.
Psychotraumatologie
Die psychotraumatologische Perspektive liefert Fachwissen zur Einordnung von Traumafolgebelastungen und ihren Dynamiken.
Bindungsorientierte Psychotherapie
Die bindungsorientierte Perspektive achtet besonders auf Beziehung, Verlässlichkeit, Resonanz und einen klaren Rahmen.
Körperpsychotherapie
Körperbezogene Elemente richten Aufmerksamkeit auf Atmung, Spannung, Haltung und Körperwahrnehmung und laden Dich dazu ein, feine Unterschiede in Deinem körperlichen Erleben zu beobachten.
Praktische Integrative
Kognitive Verhaltenstherapie ‒ piKVT
Was ist die piKVT?
Die piKVT – Praktische Integrative Kognitive Verhaltenstherapie ist eine strukturierte und überwiegend gegenwartsbezogene psychotherapeutische Arbeitsweise. Sie verbindet wesentliche Elemente der Kognitiven Verhaltenstherapie mit weiteren psychologischen und neurobiologischen Ansätzen.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Was denke ich in einer belastenden Situation, was fühle ich dabei und wie reagiere ich darauf? Gemeinsam schauen wir darauf, welche Denk- und Verhaltensgewohnheiten sich immer wieder zeigen und wie Du sie bewusster wahrnehmen und hinterfragen kannst. Die piKVT richtet den Blick dabei vor allem auf das, was Dich heute beschäftigt, und arbeitet weniger mit einem tiefen oder ausführlichen Aufdecken vergangener Erfahrunge
Wie läuft die Begleitung ab?
Zu Beginn klären wir gemeinsam Dein Anliegen und was Du Dir von der Therapie wünschst. Danach arbeiten wir Schritt für Schritt an aktuellen Situationen.
Dabei schauen wir zum Beispiel:
Welche Gedanken tauchen auf? Welche Gefühle sind damit verbunden? Welche Bewertungen oder Schlussfolgerungen folgen daraus? Und welche Reaktionen zeigen sich immer wieder?
Je nach Situation arbeite ich unter anderem mit Gespräch, gezielten Fragen, Selbstbeobachtung, dem sogenannten sokratischen Dialog, imaginativen Übungen und kleinen Aufgaben für den Alltag. Die Methode ist bewusst klar aufgebaut und lebt vom wiederholten Üben.
Wie kann diese Vorgehensweise erlebt werden?
Viele Menschen erleben diese Form der Therapie als klar, nachvollziehbar und praxisnah. Gedanken und Gefühle werden dabei nicht nur erzählt, sondern gemeinsam genauer betrachtet, hinterfragt und in einen größeren Zusammenhang eingeordnet. Dabei geht es im ersten Schritt noch nicht darum, selbst ‚richtig zu denken‘, sondern neugierig zu untersuchen, welche Denk- und Reaktionsmuster sich im Alltag zeigen.
Die piKVT lebt auch davon, dass Du Übungen und Beobachtungen aus der Therapiestunde zwischen den Terminen in Deinem eigenen Tempo weiterführst und im Alltag ausprobierst. So können Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Alltag wieder in die therapeutische Arbeit einfließen, und einige der kennengelernten Vorgehensweisen lassen sich zunehmend auch eigenständig erproben. Mir ist dieser eigenständige Anteil wichtig, weil Therapie für mich auch bedeuten darf, nach und nach eigene Wege im Umgang mit schwierigen Situationen kennenzulernen, anstatt dauerhaft auf therapeutische Unterstützung angewiesen zu bleiben.
Einordnung der Methode aus wissenschaftlicher Sicht
Die Kognitive Verhaltenstherapie gehört zu den wissenschaftlich gut untersuchten psychotherapeutischen Verfahren. Die piKVT greift viele Elemente dieser Therapieform auf und verbindet sie mit weiteren psychologischen und neurobiologischen Perspektiven.
Für die piKVT als eigenständige integrative Methode liegt nach meinem derzeitigen Kenntnisstand jedoch keine vergleichbar umfangreiche eigene Evidenzbasis vor. Die wissenschaftliche Absicherung der klassischen KVT lässt sich daher nicht automatisch vollständig auf die piKVT als eigenständiges Verfahren übertragen.
Kritische Stimmen und Grenzen
Auch eine klar strukturierte und kognitiv ausgerichtete Arbeitsweise passt nicht für jeden Menschen und nicht zu jeder therapeutischen Situation. Manche Menschen erleben einen stärker gedankenorientierten Zugang als wenig passend oder benötigen zunächst einen anderen therapeutischen Rahmen. Deshalb setze ich die piKVT nicht nach einem festen Schema ein, sondern prüfe gemeinsam mit Dir, ob diese Form der Arbeit zu Deiner aktuellen Situation passt.
Warum ich mich für piKVT entschieden habe
Ich habe die piKVT in meine Arbeitsweise aufgenommen, weil ich an ihr besonders die klare Struktur, die Gegenwartsorientierung und den hohen Praxisanteil schätze. Gerade wenn belastende Gedanken, Bewertungen, Gefühle und wiederkehrende Reaktionsmuster und erlebte Zustände eine große Rolle spielen, kann diese strukturierte Betrachtungsweise einen gut nachvollziehbaren therapeutischen Rahmen bieten. Dabei geht es mir nicht darum, Gedanken einfach ‚wegzudenken‘, sondern sie gemeinsam zu untersuchen, zu hinterfragen und differenzierter einzuordnen.
Die einzelnen Methodenbausteine der piKVT
Die piKVT verbindet Elemente der Kognitiven Verhaltenstherapie mit neurobiologischen Grundlagen, Positiver Psychologie sowie strukturierten Gesprächs- und Reflexionsmethoden. Dazu gehören unter anderem kognitive Umstrukturierung, sokratische bzw. dialogische Fragetechniken, imaginative Arbeit, Entspannungs- und Wahrnehmungsübungen sowie Methoden zur Unterbrechung wiederkehrender Denk- und Reaktionsmuster. Ein wichtiger Bestandteil ist das regelmäßige Üben, damit Du die kennengelernten Schritte zunehmend auch im Alltag selbst anwenden kannst.
Traumasensibles Yoga ‒ TSY
Was ist Traumasesnsibles Yoga - TSY?
Traumasensibles Yoga ist eine körperorientierte, achtsam angeleitete Form des Yoga, die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit traumabezogenen Belastungen abgestimmt wurde. Im Mittelpunkt stehen nicht Leistung oder die möglichst perfekte Ausführung einer Haltung, sondern Wahrnehmung, Wahlmöglichkeiten und das Erleben des eigenen Körpers im gegenwärtigen Moment.
Wie läuft die Begleitung ab?
Ich integriere TSY je nach Situation in die psychotherapeutische Sitzung – häufig für etwa 30 Minuten zu Beginn oder zum Abschluss. Manchmal ergibt sich auch während einer Sitzung spontan eine passende Gelegenheit für eine einzelne körperorientierte Übung.
Dabei können sanfte Yogahaltungen, achtsame Bewegungen, Atembeobachtung, Körperwahrnehmung oder eine Körpermeditation ähnlich einem Bodyscan zum Einsatz kommen.
Ich biete Dir dabei verschiedene Möglichkeiten an. Du entscheidest selbst, welche Bewegung Du ausprobieren möchtest, wie lange Du in einer Haltung bleiben möchtest oder ob Du sie verändern oder verlassen möchtest. Diese Wahlfreiheit gehört zu den grundlegenden Prinzipien des traumasensiblen Yoga.
Wie kann Traumasensibles Yoga - TSY erlebt werden?
Im TSY richtest Du Deine Aufmerksamkeit immer wieder darauf, was Du gerade in Deinem Körper wahrnimmst.
Zum Beispiel:
Wie fühlt sich der Kontakt Deiner Füße zum Boden an?
Was verändert sich, wenn Du eine Bewegung etwas größer oder kleiner ausführst?
Wie bemerkst Du Deinen Atem gerade?
Gibt es einen Unterschied zwischen zwei Körperhaltungen?
Dabei geht es nicht darum, etwas Bestimmtes fühlen zu müssen. Du beobachtest vielmehr, was gerade tatsächlich da ist.
Die wissenschaftlichen und praxisbezogenen Beschreibungen des TSY stellen genau dieses Wahrnehmen innerer Körperempfindungen – die sogenannte Interozeption – sowie das neugierige Beobachten ohne Bewertung in den Mittelpunkt.
Was ist der Unterschied zwischen TSY und anderen Yoga-Arten?
Beim traumasensiblen Yoga steht nicht die möglichst korrekte oder perfekte Ausführung einer Haltung im Vordergrund, sondern Dein eigenes Erleben während der Übung.
Du wirst eingeladen wahrzunehmen, was Du in Deinem Körper bemerkst, und selbst zu entscheiden, ob Du eine Haltung verändern, verlassen oder anders ausführen möchtest.
Im Unterschied zu vielen klassischen Yogastunden arbeitet TSY deshalb mit Wahlmöglichkeiten statt Korrekturen, mit einladender statt anweisender Sprache und mit großer Zurückhaltung bei Berührungen oder körperlichen Anpassungen. Auch das Schließen der Augen, bestimmte Atemformen oder einzelne Haltungen werden nicht vorausgesetzt.
Kurz gesagt:
Im TSY geht es weniger darum, wie eine Haltung von außen aussieht, sondern darum, was Du von innen wahrnimmst.
Einordnung der Methode aus wissenschaftlicher Sicht
Traumasensitives bzw. traumainformiertes Yoga wurde in mehreren Studien als ergänzende körperorientierte Intervention bei Menschen mit PTBS untersucht.
In einer randomisierten kontrollierten Studie mit 64 Frauen mit chronischer, zuvor behandlungsresistenter PTBS zeigte die Yogagruppe nach zehn Wochen günstigere Ergebnisse als eine Kontrollgruppe mit Gesundheitsinformationen. Die Autoren untersuchten Yoga ausdrücklich als ergänzende Behandlung, nicht als alleinigen Ersatz für Psychotherapie oder medizinische Behandlung.
Traumasensitives beziehungsweise traumainformiertes Yoga wurde in mehreren Studien als ergänzende körperorientierte Intervention bei Menschen mit PTBS untersucht. Einzelne Untersuchungen zeigten günstige Ergebnisse, spätere Langzeitdaten fielen jedoch differenzierter aus. Daher ist es wichtig, diese Forschung nicht pauschal auf jede Form von Yoga oder auf jede einzelne Anwendung in meiner Praxis zu übertragen.
Kritische Stimmen und Grenzen
Yoga an sich ist nicht automatisch traumasensibel – und nicht jede Yogapraxis fühlt sich für einen Menschen mit traumabezogenen Belastungen immer angenehm oder passend an, daher gehen wir im TSY in sehr langsamem Tempo und behutsam jeweils an die Übungen heran.
Körperempfindungen, bestimmte Haltungen, das Schließen der Augen, Atemübungen, Berührungen oder das Gefühl, eine Bewegung „richtig“ ausführen zu müssen, können bei einzelnen Menschen unangenehme oder intensive Reaktionen hervorrufen. David Emerson weist deshalb ausdrücklich darauf hin, dass es problematisch wäre anzunehmen, Yoga an sich sei grundsätzlich gut für traumatisierte Menschen.
Auch Atemübungen werden deshalb im TSY vorsichtig eingesetzt. Selbst eine ruhige oder tiefere Atmung kann sich für manche Menschen mit traumaerfahrenem Hintergrund zunächst ungewohnt oder unangenehm oder nicht passend anfühlen.
Traumasensibles Yoga verstehe ich daher nicht als Ersatz für psychotherapeutische Bearbeitung. Auch Studien weisen darauf hin, dass rein körperbezogene Arbeit emotionale und kognitive Verarbeitung nicht vollständig ersetzen kann sondern eher begleitend oder ergänzend zum Einsatz kommt.
Warum ich mich für TSY entschieden habe
Ich habe Traumasensibles Yoga in meine therapeutische Arbeit aufgenommen, weil mir wichtig ist, bei traumabezogenen Belastungen nicht ausschließlich Gedanken und Gefühle, sondern auch den Körper mit einzubeziehen.
Manchmal reichen Worte allein nicht aus, um das eigene Erleben wirklich zu erfassen. Im TSY kann der Körper selbst zum Gegenstand neugieriger Wahrnehmung werden – ohne dass etwas erzwungen oder eine bestimmte Empfindung erreicht werden muss.
Besonders schätze ich die Haltung der Wahlfreiheit: Ich mache Dir Angebote, aber Du entscheidest, was Du ausprobieren möchtest und was für Dich gerade passend ist.
Auch meine eigene Erfahrung mit TSY hat meine Entscheidung geprägt. Ich selbst erlebe dabei meinen Körper als zusammenhängender, weniger fragmentiert und empfinde mehr Wohlbefinden und Sicherheit in meinem körperlichen Erleben. Das ist meine persönliche Erfahrung und keine Aussage darüber, wie Du TSY erleben wirst.
Gerade diese Verbindung aus Körperwahrnehmung, Selbstbeobachtung, Wahlmöglichkeiten und einer respektvollen, nicht drängenden Begleitung entspricht besonders meiner Art zu arbeiten.
Die einzelnen Methodenbausteine im TSY
TSY umfasst in meiner Arbeit
achtsam angeleitete Yogahaltungen und sanfte, behutsame Bewegungsfolgen, sowie
Körperwahrnehmung und Interozeption
- Atembeobachtung ohne Zwang zur Veränderung
- Körpermeditationen ähnlich einem Bodyscan
- Orientierung über Bodenkontakt und Bewegung
- Vergleichen unterschiedlicher Körperempfindungen
- Wahlmöglichkeiten - eigenständiges Verändern von Haltungen
und einladende, nicht bewertende Sprache
Gerade die Wahlmöglichkeiten und das selbstständige Verändern oder Beenden einer Haltung gehören zu den wesentlichen Merkmalen des untersuchten Trauma-Center-Ansatzes.
Klang‒ und Musiktherapie
& Phonophorese
Was ist Musiktherapie?
Musiktherapie ist eine therapeutische Arbeitsweise, in der Musik und Klänge gezielt in die Begleitung einbezogen werden. Im Mittelpunkt steht dabei nicht musikalische Leistung, sondern das persönliche Erleben, der Ausdruck und die Beziehung zwischen Dir, mir als Therapeutin und der Musik.
Je nach Situation kann Musik aktiv entstehen – etwa durch Stimme, Instrumente oder freie Improvisation – oder rezeptiv erlebt werden, indem Du Musik oder Klängen bewusst zuhörst.
Wie läuft die Begleitung ab?
In meiner Praxis biete ich musiktherapeutische Elemente meist spontan innerhalb einer psychotherapeutischen Sitzung an, wenn sie zu Deinem aktuellen Anliegen passen und sofern Dir das liegt so zu arbeiten. Wenn Du es möchtest und es sich für Deinen Prozess stimmig zeigt, kann Musiktherapie auch einen größeren Teil der Sitzung einnehmen.
So könnte beispielsweise eine Musiktherapeutische Intervention vor sich gehen:
Zu Beginn klären wir, was Dich gerade beschäftigt. Danach kann eine musikalische, stimmliche, rhythmische oder rezeptive Sequenz folgen. Im Anschluss nehmen wir uns Zeit, gemeinsam zu betrachten, was Du wahrgenommen, empfunden, erinnert oder mit dem Erlebten verbunden hast. Ein solcher Ablauf mit Ankommen, musiktherapeutischer Intervention und anschließender Reflexion kann mit unterschiedliche Arten von Instrumenten oder Inhalten durchgeführt werden.
Aktive und rezeptive Musiktherapie
Bei der aktiven Musiktherapie wirst Du selbst musikalisch tätig – zum Beispiel durch Stimme, Summen, Singen, Trommeln, Percussion, freies Spielen oder Improvisation. Dabei geht es nicht darum, „schön“ oder „richtig“ zu musizieren.
Bei der rezeptiven Musiktherapie steht das bewusste Hören im Mittelpunkt – etwa von live gespielten Klängen, Musikstücken oder ausgewählten Instrumenten. Dabei können innere Bilder, Erinnerungen, Gefühle oder Körperempfindungen auftauchen, die anschließend gemeinsam betrachtet werden können.
Muss ich musikalisch sein oder ein Instrument spielen können?
Nein.
Für Musiktherapie brauchst Du keine musikalischen Vorkenntnisse. In der freien Improvisation geht es nicht um Technik, Leistung oder Bewertung, sondern darum, Klänge entstehen zu lassen und wahrzunehmen, was sich dabei zeigt. Improvisation ist ohne musikalische Vorkenntnisse möglich, da es in der Musiktherapie nicht um eine perfekte Melodie oder Komppositionen geht, sondern um den freien Ausdruck Deiner Seele und die Interpretation dessen.
Wenn Du selbst ein Instrument spielst und es gern mitbringen möchtest, kann auch das nach Absprache gerne mit einbezogen werden.
Welche Instrumente und Methoden werden benutzt?
Je nach Situation arbeite ich unter anderem mit:
Stimme, Summen und Singen
Trommeln und Percussion
Klangschalen
Monochord
Klavier
Zungentrommel
indischem Harmonium
freier Improvisation
musikalischem Spiegeln
bewusstem Hören vorhandener Musikstücke
musikalischer Biografie
Bewegung zur Musik und auch die Verbindung von Klang mit Farben, Bildern oder kunsttherapeutischen Ausdrucksformen.
Auch der persönliche Bezug zur Musik kann Teil der Arbeit sein: Welche Musik begleitet Dich? Welche Klänge magst Du, welche eher nicht? Welche Erinnerungen oder Lebensphasen verbindest Du mit bestimmten Liedern oder Tönen? Die musiktherapeutische Anamnese richtet den Blick ausdrücklich auf diese individuelle Beziehung zur Musik.
Wie kann Musiktherapie erlebt werden?
Manchmal finden Gefühle leichter einen Klang als einen Satz.
In der Musiktherapie können Töne, Rhythmus, Stimme oder Bewegung genutzt werden, um inneres Erleben wahrzunehmen und auszudrücken. Dabei kann etwas hörbar oder sichtbar werden, das sprachlich zunächst schwer zu fassen ist.
Gerade in der Improvisation kann ein nonverbaler Dialog entstehen: Klänge werden aufgenommen, gespiegelt, verändert oder beantwortet.
Wichtig ist mir dabei: Du musst nichts Bestimmtes fühlen oder ausdrücken. Wir beobachten gemeinsam, was sich zeigt – oder auch, was sich gerade nicht zeigt.
Einordnung der Methode aus wissenschaftlicher Sicht
Musiktherapie wird in vielen Bereichen des Gesundheitswesens eingesetzt und wissenschaftlich untersucht – zum Beispiel in Psychiatrie, Neurologie, Rehabilitation, Pädiatrie, Geriatrie und Palliativmedizin.
Die Forschung zeigt dabei kein einheitliches Bild für alle Beschwerden und alle Formen der Musiktherapie. Deshalb ist mir eine zurückhaltende Einordnung wichtig: Ob und wie Musiktherapie sinnvoll eingesetzt werden kann, hängt immer von der jeweiligen Situation, dem therapeutischen Rahmen und der konkreten Methode ab.
Kritische Stimmen und Grenzen
Musik ist nicht für jeden Menschen automatisch angenehm oder hilfreich. Bestimmte Lieder, Klänge, Rhythmen oder Stimmen können Erinnerungen, Unruhe oder intensive Gefühle auslösen. Deshalb gehört für mich immer dazu, vorher nach Deinem persönlichen Verhältnis zu Musik zu fragen und Deine Reaktionen während der Arbeit aufmerksam zu beobachten. Die musiktherapeutische Anamnese fragt ausdrücklich auch danach, welche Musik berührt und welche Klänge Unruhe auslösen.
Auch Musiktherapie ersetzt nicht jede Form psychotherapeutischer oder medizinischer Behandlung. Ich nutze sie deshalb eingebettet und ergänzend in meinen therapeutischen Gesamtrahmen und nicht nur frei nach dem Motto: „Musik tut immer gut.“
Warum ich mich für Musiktherapie entschieden habe
Ich habe Musik- und Klangtherapie in meine Arbeit aufgenommen, weil sich manches innere Erleben nur schwer in Worte fassen lässt.
Manche Gefühle sind zunächst eher als Spannung, Bild, Stimmung, Rhythmus oder kaum greifbare innere Bewegung da. Musik kann dann zu einer weiteren Sprache werden, als Ausdruck für scheinbar tief unzugängliches Erleben.
Mich interessiert besonders der Moment, in dem etwas, das bislang nur diffus spürbar war, einen Klang, eine Farbe, einen Rhythmus oder eine Form bekommt. Deshalb verbinde ich Musik manchmal auch mit Farben und oder anderen kreativen Ausdrucksformen.
Dabei spielt auch meine eigene musikalische Biografie eine Rolle. Schon als Kind habe ich Musik als ein Medium erlebt, das mich auf eine besondere Weise „zu erkennen“ schien. Manche Klänge haben mich getröstet, weil sie etwas ausdrückten, wofür ich selbst noch keine Worte hatte. Musik konnte Gefühle darstellen, die mich innerlich abholten und durch die ich mich als "von etwas gesehen" erleben konnte.
Diese persönliche Erfahrung ist ein Grund, warum Musik für mich bis heute einen besonderen Platz in der therapeutischen Arbeit hat. Sie ist jedoch meine Erfahrung – und keine Aussage darüber, ob und wie Du Musiktherapie erleben wirst.
Was ist Phonophorese / Arbeit mit der Stimmgabel?
Bei der Phonophorese werden angeschlagene Stimmgabeln verwendet, deren Klang und feine Vibrationen hör- und teilweise auch körperlich wahrnehmbar sind. Je nach Situation kann ich die Stimmgabel in etwas Abstand zum Körper halten oder den schwingenden Schaft behutsam auf eine geeignete Körperstelle aufsetzen.
Wie setze ich Stimmgabeln in meiner Praxis ein?
Ich nutze sie ausschließlich als ergänzendes Element innerhalb meiner musik- und körperorientierten Arbeit, vor allem in entspannungs- und wahrnehmungsorientierten Sequenzen. Dabei kann Deine Aufmerksamkeit beispielsweise darauf gerichtet werden, wo und wie Du Klang, Vibration oder Veränderungen Deiner Körperempfindung wahrnimmst. Es geht nicht darum, etwas Bestimmtes fühlen zu müssen, sondern um neugieriges Beobachten dessen, was gerade bewusst beobachtbar wurde.
Wozu nutze ich die Phonophorese?
Für mich steht die Körperwahrnehmung im Mittelpunkt. Die Stimmgabel kann dabei einen zusätzlichen sinnlichen Reiz anbieten, an dem sich Aufmerksamkeit orientieren lässt. Ich setze sie deshalb im Rahmen von Übungen ein, die Entspannung, gegenwartsbezogene Wahrnehmung und einen bewussteren Kontakt mit dem eigenen Körper zum Thema haben.
Was behandle ich mit Stimmgabeln ausdrücklich nicht?
Ich verwende Stimmgabeln nicht zur Behandlung körperlicher Erkrankungen, nicht zur „Harmonisierung“ oder Behandlung von Chakren und verwende keine Solfeggio-Frequenzen oder vergleichbare Heilfrequenz-Konzepte. Aussagen über spezifische Heilwirkungen bestimmter Frequenzen übertrage ich nicht auf meine Arbeit. Die Phonophorese ist bei mir eine ergänzende körper- und klangbezogene Intervention und kein eigenständiges Heilverfahren.
HeartMath® Biofeedback
Was ist HeartMath®?
HeartMath® ist ein Trainingsansatz, der Übungen zur Selbstwahrnehmung und Selbstregulation mit Biofeedback verbindet.
Dabei wird unter anderem die Herzratenvariabilität – kurz HRV – betrachtet. Sie beschreibt die natürlichen zeitlichen Unterschiede zwischen einzelnen Herzschlägen. HeartMath nutzt diese Veränderungen, um bestimmte Muster des Herzrhythmus sichtbar zu machen und als Rückmeldung während verschiedener Übungen zu verwenden.
Im Zentrum stehen einfache Methoden wie herzfokussiertes Atmen, bewusste Aufmerksamkeitslenkung und das Aufrufen angenehmer oder beruhigender emotionaler Zustände. Zu den eingesetzten HeartMath®-Techniken gehören unter anderem Herzfokussiertes Atmen, Quick Coherence®, Inner-Ease™, Heart Lock-In® und Freeze Frame®.
Was wird beim HeartMath®-Biofeedback gemessen?
Über einen nichtinvasiven Sensor werden Herzfrequenz und Herzratenvariabilität erfasst. Die Messdaten werden anschließend auf dem Bildschirm dargestellt.
Dadurch kannst Du unmittelbar beobachten, wie sich Dein Herzrhythmus während verschiedener Übungen verändert. HeartMath bezeichnet bestimmte gleichmäßigere Herzrhythmusmuster als Kohärenz. Im HRV-Leistungsspektrum zeigt sich ein solcher Zustand typischerweise durch eine stärkere Ausprägung um etwa 0,1 Hz.
Wichtig dabei:
Das emWave-Pro-System ist ein Trainings- und Biofeedbackwerkzeug und kein medizinisches Diagnosegerät. Es wird nicht zur Diagnose körperlicher oder psychischer Erkrankungen eingesetzt.
Wie läuft ein HeartMath®-Coaching ab?
Das HeartMath®-Trainingsprogramm kannst Du bei mir als eigenständiges Coaching buchen.
Dabei lernen wir Schritt für Schritt verschiedene Übungen kennen und verbinden sie – je nach Situation – mit Biofeedback-Messungen. Wir schauen gemeinsam darauf, wie Du auf Stress, Gedanken, Emotionen und unterschiedliche Atemweisen reagierst und was sich dabei in Deinem Erleben und im gemessenen Herzrhythmus beobachten lässt.
Zu den möglichen Bestandteilen gehören zum Beispiel:
Herzfokussiertes Atmen
Quick Coherence®
Inner-Ease™
Heart Lock-In®
Coherence Coach®
Biofeedback-Messungen mit dem emWave Pro
Reflexion von Stressmustern und persönlichen Energiequellen
die sogenannte „Emotionale Landschaft“
Übungen und kurze Routinen für den Alltag
Das HeartMath®-Programm legt besonderen Wert auf regelmäßiges Üben und darauf, die Methoden zunehmend in alltäglichen Situationen einsetzen zu können.
HeartMath® innerhalb der Psychotherapie
Nicht jede Anwendung von HeartMath® ist bei mir gleich ein vollständiges Coaching.
Innerhalb einer psychotherapeutischen Sitzung nutze ich einzelne Messungen oder Übungen manchmal auch punktuell und psychoedukativ – zum Beispiel, wenn wir über Stress, Atmung oder das autonome Nervensystem sprechen.
Das Biofeedback kann dabei anschaulich machen, dass Gedanken, Emotionen und Atemweise mit Veränderungen des Herzrhythmus einhergehen können. Manchmal hilft diese sichtbare Rückmeldung auch dabei, eine Atem- oder Wahrnehmungsübung nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern neugieriger weiter zu erproben, da gemessenes Biofeedback gegeben wird..
Arbeitsblätter oder ein vollständiges HeartMath®-Trainingsprogramm gehören in diesem Fall nicht automatisch zur psychotherapeutischen Sitzung.
Wie kann HeartMath® erlebt werden?
Ein besonderer Aspekt von HeartMath® ist für mich die unmittelbare Rückmeldung (Biofeedback).
Du machst eine Übung – und kannst gleichzeitig beobachten, was sich auf dem Bildschirm verändert.
Das kann einen Unterschied machen zu der bloßen Aufforderung: „Atme einmal ruhig" und anstatt nur darüber zu sprechen, kannst Du selbst beobachten:
Was geschieht gerade mit meinem Herzrhythmus während ich unterschiedliche Emotionen oder Gedanken erlebe?
Wie fühlt sich mein Körper dabei an?
Was verändert sich, wenn ich anders atme oder meine Aufmerksamkeit verschiebe?
Die Übungen des HeartMath®-Trainings verbinden genau dieses Beobachten mit wiederholtem Üben und der Reflexion körperlicher, emotionaler und mentaler Veränderungen.
Was ist das Ziel des HeartMath® Trainings?
Für mich geht es bei HeartMath® nicht darum, ständig ruhig, „perfekt reguliert“ oder gar nur noch dauerentspannt zu sein. Stress gehört zum Leben und ist zunächst eine normale Reaktion auf Anforderungen. Belastend kann es werden, wenn Anspannung über längere Zeit anhält und Erholungsphasen zu kurz kommen.
Auch geht es bei diesem Training nicht darum, möglichst tief zu entspannen. Vielmehr üben wir, unterschiedliche innere Zustände wahrzunehmen und uns immer wieder in einen Bereich zu orientieren, in dem wir uns wach, präsent und zugleich nicht übermäßig angespannt erleben. Man könnte dies als eine Art „angenehme Spannung“ oder als eine gute Mitte zwischen Übererregung und zu starker Erschöpfung beschreiben. HeartMath® spricht in diesem Zusammenhang von Kohärenz beziehungsweise psychophysiologischer Kohärenz. Gemeint ist damit ein bestimmtes, messbares Muster des Herzrhythmus, das im Training mit Atem, Aufmerksamkeit und Übungen zur emotionalen Selbstregulation verbunden wird.
Das Training richtet den Blick darauf, eigene Stressreaktionen früher wahrzunehmen, Unterschiede im eigenen Zustand kennenzulernen und Methoden einzuüben, mit denen Du in belastenden Situationen bewusster reagieren kannst.
HeartMath® definiert Resilienz als die Fähigkeit, sich auf Belastungen vorzubereiten, angemessen darauf zu reagieren und sich anschließend wieder davon zu erholen.
Ich übersetze das für meine Arbeit gern etwas einfacher:
Nicht nie mehr aus dem Gleichgewicht geraten – sondern sich selbst besser kennenlernen und Wege finden, wieder Orientierung zu gewinnen.
Einordnung der Methode aus wissenschaftlicher Sicht
Herzratenvariabilität und HRV-Biofeedback sind wissenschaftlich untersuchte Themenbereiche. Auch zu Atemtraining und Selbstregulationsverfahren liegen zahlreiche Forschungsarbeiten vor.
HeartMath® verbindet HRV-Biofeedback mit eigenen Selbstregulationsmethoden. In den HeartMath®-Materialien werden Studien zu unterschiedlichen Personengruppen und Anwendungsfeldern aufgeführt, unter anderem zu Stressregulation, Leistungsfähigkeit und verschiedenen physiologischen Parametern.
Für meine Website ist mir dennoch eine klare Einordnung wichtig: Ergebnisse einzelner Studien lassen sich nicht pauschal auf jede Person, jede Erkrankung oder jede Form des HeartMath®-Trainings übertragen.
HeartMath ist für mich deshalb kein Allheilmittel und kein Ersatz für notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung, sondern ein ergänzendes Trainingsverfahren mit Biofeedback.
Kritische Stimmen und Grenzen
HeartMath® ist nicht für jeden Menschen gleichermaßen passend.
Manche Menschen empfinden Messwerte als motivierend, andere können dadurch eher in Leistungsdenken oder Selbstkontrolle geraten. Auch ein hoher Kohärenzwert bedeutet nicht automatisch, dass jemand psychisch gesund, entspannt oder „gut reguliert“ ist.
Darum behandle ich die Anzeige nicht wie eine Schulnote.
Auch kann es sein, daß in Zeiten von tiefer Trauer oder Verlusterleben oder anderen Anlässen der emotionale Herzraum sich sehr schwer und dicht anfühlt, daß es schwer ist, den Fol´kus stets durch eine Übung auf diesen Herzraum zu halten, daher wäre in diesen Fällen aus meiner Sicht auch davon abzuraten während dieser Umstände ein HeartMath®-Training durchzuführen und abzuwarten, bis diese Zeiten etwas zurückliegen.
Das Biofeedback dient als Rückmeldung und Orientierung, nicht als Bewertung Deiner Person oder Deines psychischen Zustandes.
Auch HeartMath® selbst weist darauf hin, dass emWave Pro ein Trainingswerkzeug und kein medizinisches Diagnosegerät ist.
Warum ich mich für HeartMath® entschieden habe
HeartMath® begleitet mich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich.
Während der eineinhalbjährigen schweren Erkrankung und intensiven Pflege meines Mannes war mein Alltag über lange Zeit von hoher Belastung, Unsicherheit und immer neuen Krisensituationen geprägt. Während dieser Zeit habe ich die HeartMath®-Übungen für mich als einen verlässlichen inneren Halt erlebt.
Besonders wertvoll war für mich, Veränderungen nicht nur subjektiv zu fühlen, sondern über das Biofeedback auch am Bildschirm beobachten zu können. In Phasen langanhaltender Belastung kann es schwer werden, den eigenen Zustand noch realistisch einzuschätzen – manchmal merkt man kaum noch, wie angespannt man eigentlich geworden ist.
HeartMath® gab mir in dieser Zeit eine konkrete Möglichkeit, innezuhalten, mich zu orientieren und regelmäßig etwas für mich selbst zu tun. Bis heute gehört HeartMath® deshalb zu meinem Alltag. Ich nutze kurze Übungen morgens, über den Tag verteilt und am Abend und ergänze sie gelegentlich durch Messungen oder die Reflexion meiner eigenen „Emotionalen Landschaft“.
Ich selbst erlebe diese regelmäßige Praxis als stabilisierend und hilfreich für meine Belastbarkeit und meine Orientierung im eigenen Erleben.
Gerade deshalb schätze ich diese Methode so sehr: Sie verbindet für mich Wissen, Übung, Körperwahrnehmung und sichtbares Biofeedback zu etwas sehr Praktischem. Nicht nur verstehen, was in mir geschieht – sondern lernen, es wahrzunehmen und damit umzugehen.
Das ist nun meine persönliche Erfahrung – keine Zusage darüber, wie Du HeartMath erleben wirst.
Zwei Wege für ein erstes Kennenlernen:
Schreibe mir eine Email
Telefon (optional)
Über welches Therapieverfahren möchtest Du weitere Informationen?
...oder vereinbare hier Dein persönliches Erstgespräch
In diesem Gespräch haben wir folgende Möglichkeiten:
FAQ´s
Wichtige Fragen und Antworten
Wie läuft das erste Anamnesegespräch genau ab?
Im ersten persönlichen Anamnesegespräch nehmen wir uns etwa 90 Minuten Zeit, um Dein Anliegen, Deine aktuelle Situation und relevante Hintergründe in Ruhe gemeinsam zu besprechen. Du erhältst außerdem einen freiwilligen Anamnesefragebogen, den Du zu Hause ausfüllen kannst. Auf dieser Grundlage können wir gemeinsam besser einschätzen, welcher therapeutische Rahmen für Dich passend sein könnte. Das Erstgespräch kostet einmalig 140 Euro.
Was kostet eine Therapiestunde und übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?
Für eine reguläre Sitzung von etwa 70 Minuten berechne ich jeweils 110 Euro. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Behandlungen durch Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker für Psychotherapie in der Regel leider nicht. Private Krankenversicherungen und manche Zusatzversicherungen erstatten Leistungen je nach individuellem Tarif teilweise oder vollständig.
Am besten klärst Du dies vor Beginn der Behandlung direkt mit Deiner Versicherung.
Wie vertraulich ist der Rahmen der Therapie?
Alles, was Du mir im Rahmen unserer Zusammenarbeit anvertraust, behandle ich vertraulich. Mir ist wichtig, dass Du einen geschützten Raum erlebst, in dem Du selbst entscheiden kannst, was Du erzählen möchtest und in welchem Tempo.
Grundlage dafür ist unter anderem der Behandlungsvertrag nach § 630a BGB, aus dem sich auch die Pflicht zur Verschwiegenheit über persönliche und therapeutische Inhalte ergibt. Diese Verpflichtung wird zusätzlich in meinem Behandlungsvertrag ausdrücklich festgehalten
Die Verschwiegenheit umfasst grundsätzlich auch die Tatsache, dass Du Dich in meiner Praxis in Behandlung befindest. Deine persönlichen Angaben und Behandlungsunterlagen werden selbstverständlich nach den geltenden Datenschutzbestimmungen behandelt. Gesetzlich vorgesehene Ausnahmen oder besondere Gefährdungssituationen bleiben davon unberührt.
Wie lange dauert eine Sitzung und wieviele Termine sind üblich?
Eine reguläre Sitzung dauert etwa 70 Minuten, das erste ausführliche Gespräch etwa 90 Minuten. Wie viele Termine sinnvoll sind, lässt sich nicht pauschal festlegen, weil dies von Deinem Anliegen, Deiner aktuellen Belastung und dem Verlauf der Begleitung abhängt. Wir besprechen gemeinsam, welcher Rhythmus und welcher zeitliche Rahmen für Dich passend erscheinen.
Werden Therapiestunden auch Online angeboten?
Meine heilkundlich-psychotherapeutische Arbeit ist grundsätzlich als Präsenzangebot in meiner Praxis in Wettenberg-Wißmar ausgerichtet. Einzelne Online-Termine können im Rahmen einer bestehenden Behandlung und nach individueller Absprache in Ausnahmefällen möglich sein. Der Schwerpunkt liegt jedoch bewusst auf persönlichen Sitzungen vor Ort.
Muss ich mich nach dem Anamnesegespräch direkt für weitere Termine entscheiden?
1. Nein. Das Anamnesegespräch dient auch dazu, herauszufinden, ob Du Dich mit mir und meiner Arbeitsweise wohlfühlst und ob der therapeutische Rahmen zu Deinem Anliegen passt. Du kannst Dir anschließend in Ruhe überlegen, ob Du die therapeutische Begleitung fortsetzen möchtest.
Was bedeutet „traumasensibel“ in Deiner Arbeit?
Traumasensibel zu arbeiten bedeutet für mich beispielsweise sehr achtsam darauf zu schauen, was sich für Dich in einem bestimmten Moment stimmig und tragbar anfühlt. Deine Grenzen, Dein Tempo und Deine Wahlmöglichkeiten haben dabei einen wichtigen Platz.
Ich erkläre Dir möglichst transparent, was ich vorschlage und warum, und Du kannst jederzeit mitentscheiden, ob Du etwas ausprobieren möchtest, verändern oder auch lieber lassen willst. So kann ein Rahmen entstehen, in dem Du Dich orientieren kannst, ohne Dich gedrängt oder überfordert fühlen zu müssen.
Muss ich über belastende Erfahrungen ausführlich sprechen?
Nein. Du musst nichts erz ählen, wozu Du Dich noch nicht bereit fühlst. Gerade bei belastenden oder traumabezogenen Erfahrungen ist mir wichtig, dass wir uns an Deinem Tempo orientieren und gemeinsam darauf achten, was sich für Dich im jeweiligen Moment gut tragen lässt.
Ich arbeite zumeist nicht aufdeckend. Das bedeutet, dass belastende Erfahrungen nicht gezielt möglichst detailliert hervorgeholt oder vollständig erzählt werden müssen. Häufig steht zunächst im Vordergrund, Orientierung, Stabilität und ein besseres Gespür für das eigene Erleben zu entwickeln, bevor wir gemeinsam schauen, was darüber hinaus überhaupt sinnvoll und passend ist.
Was passiert bei traumasensiblem Yoga – muss ich dafür beweglich oder yogaerfahren sein?
Nein. Beim Traumasensiblen Yoga steht weder Beweglichkeit noch die perfekte Ausführung einer Haltung im Mittelpunkt sondern die Entwicklung eines inneren Fokus des Spürgewahrseins und der Achtsamkeit für Deinen Körper. Du erhältst verschiedene Möglichkeiten an Übungen und Du entscheidest selbst, welche Bewegung Du ausprobieren möchtest, wie lange Du dabei bleibst oder ob Du sie verändern oder beenden möchtest. Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich.
Muss ich für Musiktherapie musikalisch sein oder ein Instrument spielen können?
Nein. Musikalische Vorkenntnisse brauchst Du nicht. In der Musiktherapie geht es nicht um Leistung oder darum, „schön“ oder „richtig“ zu musizieren, sondern um Wahrnehmung, Ausdruck und persönliches Erleben sowie auch die Erfahrung von Klang und Emotion. Wenn Du selbst ein Instrument spielst und es gern mitbringen möchtest, können wir es gerne mit einbeziehen.
Was wird beim HeartMath®-Biofeedback eigentlich gemessen - und wozu dient es?
Über einen nichtinvasiven Sensor, der per Clip an einem Ohrläppchen befestigt wird, werden Herzfrequenz und Herzratenvariabilität, kurz HRV, erfasst und auf dem Bildschirm als Kurve sichtbar gemacht. Die HRV beschreibt die natürlichen zeitlichen Unterschiede zwischen einzelnen Herzschlägen und verändert sich unter anderem in Abhängigkeit von Atmung, Aufmerksamkeit und innerem Erleben.
Während unterschiedlicher Atem- und Aufmerksamkeitsübungen kannst Du dadurch unmittelbar beobachten, wie sich Dein Herzrhythmus verändert. Für viele Menschen ist genau diese sichtbare Rückmeldung hilfreich, weil körperliche Reaktionen dadurch weniger abstrakt werden und sich Übungen leichter nachvollziehen lassen.
Das Biofeedback kann Dir dabei helfen, Unterschiede im eigenen Zustand bewusster wahrzunehmen, Zusammenhänge zwischen Anspannung, Atmung und Aufmerksamkeit zu beobachten und verschiedene Übungen neugierig auszuprobieren.
Die Messwerte dienen dabei nicht als Bewertung und auch nicht als Aussage darüber, ob Du „gut reguliert“ bist, sondern als Orientierung und momentane Rückmeldung.
Das HeartMath®-System ist ein Trainings- und Biofeedbackwerkzeug und kein medizinisches Diagnosegerät. Es wird in meiner Praxis nicht zur Diagnose körperlicher oder psychischer Erkrankungen eingesetzt.
Was ist Phonophorese und wie setzt Du Stimmgabeln ein?
Bei der Phonophorese arbeite ich mit angeschlagenen Stimmgabeln, deren Ton hörbar ist und deren feine Vibration – je nach Anwendung – auch körperlich wahrgenommen werden kann. Die Stimmgabel kann dabei in etwas Abstand zum Körper gehalten oder ihr schwingender Schaft behutsam auf eine geeignete Körperstelle aufgesetzt werden.
Ich nutze die Stimmgabeln ausschließlich ergänzend innerhalb meiner musik- und körperorientierten Arbeit, vor allem in Sequenzen, die Wahrnehmung, Entspannung und gegenwärtige Orientierung unterstützen sollen.
Spannend ist dabei oft die unmittelbare Erfahrung: Wo nehme ich den Klang wahr? Wo spüre ich Vibration? Verändert sich meine Aufmerksamkeit, wenn ich mich für einen Moment ganz auf diesen Reiz einlasse? Manche Menschen nehmen dabei sehr feine Unterschiede wahr, andere zunächst kaum etwas – beides darf sein.
Für mich steht die bewusste Körperwahrnehmung im Mittelpunkt. Die Stimmgabel gibt dabei lediglich einen zusätzlichen sinnlichen Impuls, an dem sich die Aufmerksamkeit orientieren kann. Ich verwende Phonophorese nicht zur Behandlung körperlicher Erkrankungen und nicht als eigenständiges Heilverfahren.
Deine Frage war nicht dabei?
Dann schreibe mir gerne oder sprich mit mir persönlich: